grosses
Regiment wie in Glehn vernünftig zum Zapfenstreich zu bringen, aber so
wie in diesem Jahr geht es auch nicht. Daher wurden die Schützen gebeten
sich doch einmal darüber Gedanken zu machen und vernünftige Vorschläge
an den erweiterten Vorstand heran zu tragen.
Etwas kurios, aber auch spannend und anstrengend verlief in diesem Jahr
auch die Findung eines neuen Schützenkönigs. Sah alles, aufgrund einiger
ausgegebner Anmeldescheine, am Anfang noch recht gut aus, änderte sich
die Situation doch relativ schnell. Es ist eben nicht ganz einfach auf
die Schnelle, speziell für jüngere Züge, ein Königs und Minister Trio
mit Frauen und Unterstützung des ganzen Zuges auf die Beine zu stellen.
Vielleicht hat auch die Bürde des Jubiläumsjahres einige Kandidaten
abgehalten. Sei es wie es will, eine Zusage für den absoluten Notfall
gab es und diese Option musste auch gezogen werden. Zu bemerken gab es,
dass sowohl das Königspaar als auch die Ministerpaare und der gesamte
Königszug, nach anfänglichen leichten Bedenken, nun voll in ihrer
Aufgabe angekommen sind und auch bereits die ersten Termine mit
Begeisterung absolviert haben.
Als weiterer Punkt stand der Kassenbericht des Schatzmeisters Wolfgang
Engels auf dem Plan. Das Ergebnis weist auch in diesem Jahr schwarze
Zahlen auf, wenn auch nicht ganz so deutlich wie im Vorjahr. Die
ordnungsgemässe Führung der Finanzen wurde durch die beiden Kassenprüfer
bestätigt und dem Schatzmeister sowie dem übrigen Vorstand durch die
Mitglieder Entlastung erteilt. Aufgrund des anstehenden Jubiläums wird
für das kommende Jahr allerdings mit einem Minus gerechnet. Um den
Fehlbetrag dann etwas abzufangen wurden bereits Rückstellungen
angespart.
Ebenso standen Vorstandswahlen für 2 Posten an. Neu gewählt werden
mussten der Präsident sowie ein Beisitzer. Nachdem Brockers
satzungsgemäss zurückgetreten war und die Versammlungsführung an Hubert
Tokloth übergeben hatte wurden die beiden Wahlgänge durchgeführt. Beide
Posten wurden einstimmig wiedergewählt. Udo Brockers wurde erneut zum
Präsidenten und Johannes Esser zum Beisitzer gewählt.
Unter Punkt Verschiedenes wurde nochmals auf die Messe und
anschliessende Totenehrung am Kriegerdenkmal am 12. November, dem
Vorabend zum Volkstrauertag, hingewiesen und um zahlreiche Teilnahme
gebeten. Die Schützen treten um 17:55 Uhr am Frangensaal an und ziehen
von dort zur Pfarrkirche.
Auch gab es noch einige Hinweise auf das Jubiläums-Schützenfest im
kommenden Jahr. Der Freitag wird 2012 als fünfter Festtag zusätzlich ins
Programm aufgenommen. Am Freitag findet zum 125-jährigen Jubiläum ein
Festkommerz im Festzelt statt. Aufgrund der Sicherheitsregularien dürfen
jedoch nur eine begrenzte Anzahl (1.499) Sitzplätze im Festzelt
angeboten werden. Da es ca. 250 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft,
Vereinen und Bruderschaften geben wird für die Reservierungen vorhanden
sein werden, kann nicht für einen Sitzplatz garantiert werden. Es soll
aber allen Schützen mit Begleitung die Teilnahme an der Veranstaltung
ermöglicht werden. Aus diesem Grund wird der gesamte Bereich vor der
Theke mit Stehtischen eingerichtet. Die genauen Abläufe und das
Programm werden in einem noch zu erstellenden Sonderheft zum Jubiläum
mitgeteilt.
Für die musikalische Unterhaltung bei der Abrechnungsversammlung und dem
sich anschliessenden Dämmerschoppen bis ca. 23 Uhr sorgten die
Musikkapelle Gohr und das Tambourkorps Glehn.
06. September 2011: Kirmesdienstag
Seit Dienstagmorgen 0:00 Uhr geht das Gespenst der „Königslosigkeit“
um in Glehn, denn hier endete die „normale“ Meldefrist für die Anmeldung
der Königsanwärter für das Jahr 2012. Um kurz nach Mitternacht, als
Präsident Udo Brockers eigentlich die Zahl der Anwärter auf die
Königswürde für das Jubiläumsjahr 2012 verkünden wollte, wurde es zur
bedrückenden Gewissheit, niemand hatte bisher seine Anmeldung abgegeben.
Besonders ungelegen kam dieser Umstand natürlich da der Schützenverein
Glehn doch im Jahr 2012 sein 125-jähriges Jubiläum feiert.
Notgedrungen wurde die Meldefrist verlängert, bis zum Treffen unter der
Vogelstange am Nachmittag. Sofort schwärmten die Königswerber aus, galt
es doch bis zum Nachmittag noch jemanden davon zu überzeugen auf den
Königsvogel zu schiessen. Aber keine Sorge, gelänge es nicht noch einen
Kandidaten für das Schützenkönigsamt im Regiment zu finden, würde man -
meines Wissens erstmals in Glehn – auf Plan B zurückgreifen müssen. Zur
Erklärung sei beigesteuert; Plan B besagt, dass ein Vorstandsmitglied,
bzw. einer der ehemaligen Könige -falls Interesse besteht - sich
bereiterklärt auf den Vogel zu schiessen. Unter normalen Umständen
kann/darf man die Königswürde nur einmal übernehmen.
Trotz diesem Dämpfer wurde im Festzelt noch bis in die frühen
Morgenstunden kräftig gefeiert, so schnell lassen sich die Glehner ihre
Feierlaune nicht verderben. Jedoch hatte man jetzt ein alles
beherrschendes Thema für den weiteren Dienstag. Die wildesten
Spekulationen gingen um im Dorf und diverse Konstellationen und auch
Namen wurden aus den reichlich vorhandenen Hüten gezaubert. Aber was
hilft das alles, endgültige Gewissheit wird man erst am Nachmittag unter
der Vogelstange am Sportplatz haben.
Erst um 15:30 Uhr begann für die Schützen der offizielle Teil. Man trat
auf der Kirchstrasse, Ecke Hauptstrasse, an und begab sich auf den Weg
zur Vogelstange. Selbst das Wetter hatte sich auf die getrübte Stimmung
eingestellt. „Was wird uns am Sportplatz erwarten?“, dieser Satz stand
den meisten ins Gesicht geschrieben. Plan B, oder hatte sich doch noch
jemand ein Herz gefasst, bei Ankunft am Sportplatz wurde es zur
Gewissheit.
Präsident Udo Brockers verkündete stolz, dass es - mit einiger
Überzeugungsarbeit - doch noch gelungen sei einen Kandidaten zu
überzeugen, auf den Vogel zu schiessen. Unter der Vogelstange fand sich
Karl-Josef Kluth aus dem Jgz. "Freischütz" ein. Nach dem 39 Schuss war es
dann soweit, Glehn hatte einen neuen Schützenkönig.
Karl-Josef Kluth wird mit seiner Königin Erika im Jubiläumsjahr 2012 den
Glehner Schützenverein repräsentieren. Ihm werden Wilhelm und Renate
Lenders und Ulrich sowie Monika Reipen als Ministerpaare zur Seite stehen.
Nun haben wir bald alles zusammen beim Vogelschuss: einen König mit dem
ersten Schuss, einen König der keinen eigenen Schuss abgab, einen
Vogelschuss bei dem die Munition ausging und der mit 1,5 Std. und 178
Schuss auch der längste war (die 3 letzten Ereignisse beziehen sich alle
auf ein und dasselbe Jahr) und nun einen Vogelschuss, der an Spannung im
Vorfeld kaum zu überbieten war und beinahe nicht stattgefunden hätte.
Tja, Glehn ist halt für jede Überraschung gut ;-)
Auch im Festzelt, beim gemütlichen Beisammensein wartete man schon auf
die erlösende Nachricht, wer denn nun der neue König sei und auf die
Ankunft des Regimentes. Um 17:45 trat das Regiment auf der Bachstrasse
zur letzten Parade an. Diese Parade wird immer etwas lockerer gesehen
als die anderen und so sah man viele Kinder in den Reihen der
Schützenzüge, einige Züge hatten zusätzliche schmückende Utensilien der
Uniform hinzugefügt und auch eine römische Quadriga (vierspänniger
Streitwagen), allerdings aus Pappmaschee, sah man im Zug.
Am Abend wurden dann der noch amtierende König mit Ministern und auch
der neue Schützenkönig am Gemeindezentrum abgeholt. Während der
abendlichen Veranstaltung im Festzelt wurde SM. Christoph I. Schönges
und Königin Beate, sowie die Ministerpaare Jürgen und Marlene Esser und
Wolfgang und Marie-Theres Malzkorn gebührend verabschiedet. Der neue
König Karl-Josef I. Kluth mit Königin Erika wurde anschliessend gekrönt
und auch die Ministerpaare Wilhelm und Renate Lenders und Ulrich und
Monika Reipen wurden in ihre Ämter gehoben. Dies alles geschah natürlich
unter dem tosenden Beifall der Besucher und Schützen im Zelt.
Damit geht auch dieses Schützenfest wieder zu Ende und Glehn hat 4 Tage
im Ausnahmezustand gelebt. Das Wetter hat, bis auf den heutigen Abend,
mitgespielt, obwohl die Prognosen am Freitag noch anders aussahen. Wir
Glehner haben wohl einen guten Draht zum Wettergott. Das kommende
Schützenfest ist, trotz bis zum Toresschluss fehlender Königsanmeldung,
auch gesichert und wir können nun beruhigt einem Jubiläums-Schützenfest
im Jahr 2012 entgegensehen.
Festsplitter am Rande: Man sah
unseren Schützenpräsidenten heute des öfteren Mit dem Rad durch Glehn
strampeln, aber sicher nicht aus Fitnessgründen, sondern auf
Königs-Werbe-Tour. Es hat sich gelohnt Udo, und fit gehalten hast Du
dich dabei auch!
Eine Überraschung hatte die Schützenkönigin 2011, Beate Schönges, für
die Zeltgäste parat. Da sie ein eingefleischter Karnevalsfan ist, gab es
im Festzelt zum Abschied einen Kamelle-Regen.
05. September 2011: Kirmesmontag
Der erste Blick am frühen Morgen ging bei vielen sicherlich
Richtung Himmel. Entgegen aller Befürchtungen und Prognosen war es zwar
etwas kühler, was sicher bei vielen sehr begrüsst wurde, aber trocken.
Blieb zu hoffen dass sich das Wetter auch heute hält.
Der Kirmesmontag beginnt für die Schützen traditionsgemäss bereits um 10
Uhr morgens mit der Messe für die Lebenden und Verstorbenen des
Schützenvereins in der Glehner Pfarrkirche St. Pankratius. Viele der
anwesenden Schützen waren von den vergangenen beiden Tagen doch schon
etwas gezeichnet und in einigen Reihen klafften auch schon die ersten
Lücken.
Im Anschluss an den Kirchgang zog das Regiment zum „alten“ Friedhof zur
feierlichen Kranzniederlegung. Nach der Kranzniederlegung trat das
Regiment dann gegen 11:30 Uhr auf der Hauptstraße, Ecke Kirchstraße, an
um zur Parade vor der Geistlichkeit zu ziehen. Diese Parade findet,
anders als alle anderen Paraden, nicht in Einzelzügen, sondern in
Blockbildung statt. Auch die Fahnen und Blumenhörner sind hier zu
Blöcken zusammengefasst und bieten stets ein prächtiges Bild.
Nach dieser Parade gibt es, bevor das Regiment zur grossen Königsparade
am Nachmittag antritt, erst einmal eine etwas längere Pause für die
Beteiligten. Diese Pause wird von den meisten Zügen zum gemeinsamen
Mittagessen und einem, oder auch mehreren ;-), geselligen Bierchen
genutzt. Einige nutzen die Unterbrechung aber auch zur Regeneration,
will heissen zu einem kleinen Nickerchen, um für die weiteren
Aktivitäten neue Energie zu tanken.HaH
Auch die ein oder andere Tasse Kaffee und das ein oder andere Stück
Kuchen wurde konsumiert.
Um 17 Uhr traten die Schützen dann wieder an, um zu einem der Höhepunkte
der Kirmestage, der Königsparade, auf der Bachstrasse zu marschieren.
Bei der Königsparade verzieren die Königin, sowie die beiden
Ministerinnen das Regiment. Sie nehmen vor der Parade gemeinsam mit
ihren Männern die Front ab und wohnen natürlich der Parade auf der
Tribüne bei. Am Umzug nehmen das Königspaar SM. Christoph I. und Beate
Schönges, sowie die Ministerpaare Jürgen und Marlene Esser und Wolfgang
und Marie-Theres Malzkorn dann nach der Parade in drei Kutschen teil,
die sich in das Regiment einreihen. Kurz vor der Parade türmten sich am
Himmel dicke Wolkenberge auf und es sah garnicht gut aus. Es verirrten
sich sogar vereinzelte Tropfen auf die Erde. Aber dann fiel Petrus wohl
ein, dass in Glehn Schützenfest ist und so schnell wie sich der Himmel
zugezogen hatte, versschwanden die Wolken auch wieder und die Sonne kam
zum Vorschein. So konnte auch die Königsparade und der anschliessende
Umzug doch noch bei bestem Kirmeswetter über die Bühne gehen.
Die abendliche Veranstaltung im Zelt, mit der Königsehrung, stand dann
natürlich ganz im Zeichen des Schützenkönigs SM Christoph I. Schönges,
seiner Frau Beate und den ihnen zur Seite stehenden Ministerpaaren
Wolfgang und Marie-Theres Malzkorn und Jürgen und Marlene Esser.
Präsident Udo Brockers würdigte sie in seiner Ansprache für das nun bald
abgelaufene Schützenjahr und die Repräsentanz des Schützenvereins bei
diversen Veranstaltungen und Schützenfesten in der nähren Umgebung.
Immer wieder wurde er vom tosenden Beifall des Publikums unterbrochen.
Man merkte dem Königspaar bei jeder Gelegenheit an, das es sich mit der
Regentschaft als Schützenkönigspaar von Glehn einen Traum erfüllt hatte.
Den ganzen Abend wurde natürlich weiter spekuliert, ob es einem
Königsanwärter für das Jubiläumsjahr 2012 gibt und so die Kirmes im
kommenden Jahr auch gesichert sei. Um kurz nach 12 lüftete Präsident Udo
Brockers dann das Geheimnis und teilte den anwesenden Schützen mit, dass
sich leider bis zur gesetzten Deadline noch kein Kandidat fest
angemeldet hätte. Was nun, wird es erstmals den Plan B (Vorstand oder
ein ehem. König) geben, oder wird sich doch noch jemand unter der
Vogelstange einfinden, die Spannung bleibt? Am Dienstag Nachmittag
wissen wir mehr.
Festsplitter am Rand: Heute hat unser
Präsident des Schützenvereins, Udo Brockers Geburtstag! Herzlichen
Glückwunsch lieber Udo.
Marlene Esser, stand in diesem Jahr bereits zum 3. Mal auf der Tribüne
des Schützenvereins. Im Jahre 1989 und 2011 als Ministerin und im Jahr
2002 an der Seite von Jürgen Esser als Königin.
Selten sah man bei der Königin und den Ministerfrauen so ausgefallene
Blumensträusse, man muss schon fast sagen Blumenkunstwerke, wie in
diesem Jahr. Echt toll!
04. September 2011: Kirmessonntag
Bereits in der Nacht zum Sonntag gab es, z.T. recht heftige,
Regenschauer. Sollten die Prognosen etwas Recht behalten?. Auch der
Vormittag des heutigen Sonntags war immer wieder durchsetzt mit leichten
Regenfällen. Aber je weiter es auf das Antreten zuging, umso besser
wurde das Wetter. Zwar keine strahlende Sonne und heisse Temperaturen, aber
trocken. Für die Schützen waren die Temperaturen mit rund 23 Grad auf
jeden Fall angenehmer als die gestrigen fast 33 Grad.
Aber von ein paar Tropfen lassen sich Glehner Schützen nicht
verschrecken. Den ganzen Vormittag herrschte allerorten in Glehn bereits
geschäftiges Treiben. Von überall, aus Garagen, Gärten, Pavillons usw.
hörte man die Schützenzüge feiern. Auf dem Hof des Oberst Andreas Erkes
traf man sich zum gemütlichen Frühschoppen und in den direkten
Nachbarorten wie Scherfhausen, Schlich und Epsendorf gab es die schon
traditionellen Treffen der meist ortsansässigen Schützen und Einwohner.
Es gab Ehrungen an den jeweiligen Dorfkreuzen und manchmal auch kleine
Umzüge.
In Schlich fand in diesem Jahr, aus gegebenem Anlass, das schon traditionelle
Schützenfrühstück nicht wie gewohnt auf dem Bauernhof bei Schmitz,
sondern in der Königs- und Ministerresidenz bei SM Christoph I. Schönges
und seinen Ministern Wolfgang Malzkorn und Jürgen Esser
statt.
Ein Thema bei den diversen Veranstaltungen und Treffen wird mit
Sicherheit auch die Spekulation über mögliche Königsanwärter für das
kommende Jahr 2012 gewesen sein. Im Jahr 2012 feiert der Glehner
Schützenverein sein 125-jähriges Bestehen und damit ist dies ein
besonderer Anlass den Schützenkönig zu stellen. Da Präsident Udo
Brockers bei den Versammlungen im Vorfeld des Schützenfestes nicht wie
in einigen Jahren zuvor sehr eindringlich daran appelliert hatte sich doch mal Gedanken
über die Königswürde zu machen, wird es hier mit ziemlicher Sicherheit
bereits mindestens einen Kandidaten geben. Aber bis Kirmesmontagabend 24
Uhr, wenn die Kandidaten benannt werden, wird es bei Spekulationen um
Anwärter auf die Königswürde für 2012 bleiben.
Ab 14:30 Uhr wurde es dann wieder Ernst für das grosse Glehner
Schützenregiment. Man trat auf der Kirchstrasse an und zog über die Bendstrasse, Kemperweg, Hauptstrasse, Bachstrasse, Heckenend,
Friedensstrasse, An der Sandkaule und Bachstrasse bis zur Tribüne zur
Paradeaufstellung. An der Gaststätte Trauscheit zog das Regiment an dem
dort wartenden König, Ministern, Vorstand und Ehrengästen vorbei,
die dort zuvor einer Einladung des Schützenvereins beigewohnt hatten,
bei der auch noch einige Ehrungen vorgenommen wurden. Hier reihten sich
auch die Jubilare, die ebenfalls geladen waren, zu ihren jeweiligen
Zügen in das Regiment ein.
Nach Abnahme des Regiments auf der Bachstrasse bot sich den vielen
Besuchern vor der Tribüne wieder ein prächtiges Bild. Die Blumenhörner
und Fahnen zogen vor der Tribüne auf und die Fahnenschwenker zeigten
beim Fahnenwalzer eine Kostprobe ihres Könnens, die mit viel Beifall
bedacht wurde. Auf der Tribüne konnte man auch wieder einige Ehrengäste
aus Politik und Wirtschaft sehen. So waren u.a. der stellvertretende Landrat
Jürgen Steinmetz und der Landtagsabgeordnete Lutz Lienenkämper unter den
Gästen.
Im Anschluss an die Parade folgte der Festzug durchs Dorf, der das
Regiment über die Joenstr., Schützendelle, Bachstr., Kirchstr.,
Hauptstr., Hagelkreuz, Schloß-Dyck-Str., Marienstr., Hedwigstr.,
Schwohenend, Hauptstr. und Bachstr. wieder zum Festzelt führte. Der
Wettergott hatte ein Einsehen mit den Glehnern und sorgte für zwar
bedecktes, aber trockenes Wetter, so dass Parade und Umzug gut über die
Bühne gingen.
Im Zelt gab es dann noch eine besondere Ehrung. Das Tambourkorps "Frisch
Auf" Kapellen wurde für 60 Jahre Teilnahme am Glehner Schützen- und
Heimatfest geehrt. Dies ist schon eine sehr stolze Zeitspanne, in dem
das Tambourkorps die Paraden und Umzüge in Glehn begleitet und mit
seiner Musik verschönert.
Für ein wenig Verwirrung unter den Zuschauern sorgte am Abend, beim
Abholen des Königs mit Gefolge an der Zweitresidenz im Gemeindezentrum,
die Ankunft der Ehrenkompanie. Kam diese doch etwas unerwartet aus
Richtung Kirchstrasse über den Pankratiusplatz, anstatt wie erwartet von
der Hauptstrasse.
Im Festzelt an der Bachstrasse wurde dann wieder bis in die frühen
Morgenstunden das Tanzbein geschwungen.
Festsplitter am Rande:
Ein Schütze musste vor der Parade Abschied
von seiner Haarpracht nehmen. Er war dem Hinweis seines Hauptmanns, doch
vor dem Schützenfest nochmal den Friseur zu besuchen nicht gefolgt und
so übernahmen dies 2 seiner Zugkameraden. Jetzt muss er wirklich zum
Friseur ;-)
Auch hörte man von braunen Flecken auf weissen Handschuhen nach einem
Toilettengang. Man sollte sich halt beim Hinternabwischen doch die
Handschuhe ausziehen.
03. September 2011: Kirmessamstag
Bereits seit Tagen bereitet sich Glehn nun schon auf das
grösste Fest des Jahres vor. Die Strassen wurden mit Fähnchenreihen
überspannt und die Grundstücke mit Fahnen geschmückt. An vielen Häusern
wurden Lichterketten angebracht. Allerorten konnte man sehen dass
Schützenfest unmittelbar vor der der Türe steht.
Heute pünktlich um 12 Uhr war es dann endlich soweit. Präsident Udo
Brockers hielt, bei strahlendem Sommerwetter, unter dem Gildenbaum eine
kurze Ansprache und eröffnete mit dem Böllerschiessen das diesjährige
Schützen- und Heimatfest in Glehn. Ab diesem Zeitpunkt herrscht in
unserem schönen Dorf nun für 4 Tage Ausnahmezustand.
Den ganzen Tag sah man noch diverse Schützenzüge hin und hereilen und
Maien setzen. In vielen Gärten wurde bereits kräftig gefeiert und auch
letzte Zugkönige wurden noch ermittelt. Wenn auch die Wetterprognosen
für die kommenden Tage nicht ganz so gut aussehen, so merkte man
zumindest heute davon nichts, die Stimmung war überall auf dem
Höchstpunkt.
Den Höhepunkt des Samstag gab es dann mit dem grossen Zapfenstreich und
dem anschliessenden Fackelzug am Abend. Erstmals standen die
Grossfackeln, in diesem Jahr 7 an der Zahl, zur Besichtigung nicht mehr
auf der Hauptstrasse, sondern am Rathaus auf der Bachstrasse. Hier
herrschte allerdings, auch aufgrund der grossen Anzahl Grossfackeln,
etwas Enge.
Eine weitere Änderung gab es auch beim Aufzug zum Zapfenstreich.
Gestartet wurd von der Kirchstrasse, Ecke Bachstrasse mit einem kurzen
Umzug über die Schützendelle, Joenstrasse, Hauptstrasse bis zum
Kriegerdenkmal. Dieser "kleine" Fackelzug vor dem Zapfenstreich kam beim
Publikum recht gut an. 
Im
Anschluss an den Zapfenstreich führte der weitere Fackelzug das Regiment
dann durch gut gefüllte Glehner Strassen zum Festzelt. Im sehr gut
gefüllten Festzelt fand dann die Prämierung der Grossfackeln statt. Den
1. Preis sicherten sich gleich 2 Züge. Der Zug "Flotte Boschte" mit dem
Thema "Metzger
Drive In" und der Zug "Sau Buam" mit dem Thema "Christoph der Grosse".
Zu bemerken gab es noch, dass trotz der grossen Anzahl an Grossfackeln,
kein Thema doppelt besetzt war. Dies spricht dafür, das es in Glehn über
das Jahr verteilt genug Thema aufzugreifen gibt, die sich in einer
Fackel verarbeiten lassen.
Auch in diesem Jahr war das Festzelt wieder sehr gut gefüllt und die
Band "Sound Convoy" heizte den Schützen und Gästen bis in die tiefe
Nacht mit fetziger Musik ein. Die wieder anwesende Security sorgte für
einen harmonischen Ablauf des Abends.
Festsplitter am Rande:
So gut der neu gestaltete Aufzug zum Zapfenstreich auch gemeint und
geplant war, so gab es dann doch ein kleines Chaos am Kriegerdenkmal,
wie man hörte.
13. August 2011: 2.
Mitgliederversammlung mit Königsehrenabend
Genau 3 Wochen vor dem Schützenfest fand gestern Abend die 2.
Mitgliederversammlung verbunden mit dem Königsehrenabend im Frangensaal
statt. Wie der Name „Königsehrenabend“ schon sagt stand die
Veranstaltung ganz im Zeichen SM Christoph I. Schönges, sowie der
Minister Wolfgang Malzkorn und Jürgen Esser.
Aufgrund der Ferienzeit war der Frangensaal zwar relativ gut, aber halt
nicht sehr gut gefüllt. Da die organisatorischen Vorbereitungen des
Glehner Schützen- und Heimatfestes bereits abgeschlossen und auch die
Hauptpunkte auf dem vergangenen Oberstehrenabend den Mitgliedern
verkündet worden sind, konnte recht schnell zum Haupttagesordnungspunkt
– der Jubilar Ehrung – übergegangen werden.
Bevor jedoch der Haupttagesordnungspunkt aufgerufen wurde, gab es noch
einige kleine Details zu verkünden. Von Präsident Udo Brockers wurde
nochmals, wie leider in jedem Jahr erneut notwendig, darauf hingewiesen,
dass die Pechfackeln beim Fackelzug doch bitte nicht in die Gullys
gesteckt werden sollen. Hier gibt in jedem Jahr wieder Beschwerden vom
Ordnungsamt und auch die dem Zug folgende Feuerwehr hat leider immer
damit zu tun Gullys zu löschen. Am Kirmes-Samstagabend wird es die aus
den vergangenen Jahren bekannten neuen Tanzkontroller geben und auch die
Unterstützung durch ein Securityunternehmen, sowohl auf dem Kirmesplatz
als auch später im Zelt wird es wieder geben. Dies hat sich in den
letzten Jahren bewährt und zu einem harmonischeren Verlauf der
Samstagabend Veranstaltung beigetragen.
Ebenfalls wies Brockers nochmals auf den geänderten Ablauf am
Samstagabend vor dem Zapfenstreich und Fackelzug hin. Die Besichtigung
der Grossfackeln wird in diesem Jahr auf der Bachstrasse am alten
Rathaus stattfinden, sowie das Antreten des Regimentes zum Fackelzug,
incl. Grossfackeln, auf der Kirchstrasse.
Auch verkehrstechnisch wird es in Glehn rund um den Kirmesplatz während
der Zeit um das Schützenfest einige Änderungen geben. So ist der
Kirmesplatz ab dem 24.08.11 für eine Zeit von 16 Tagen nicht als
Parkplatz nutzbar. Aufgrund dessen wird an einigen Strassen während der
Kirmeszeit das Parken nur mit Parkscheibe möglich sein. Nach Kirmes wird
dann wieder alles beim Alten sein.
In diesem Jahr gab es insgesamt 30 Jubiläen, 25 Einzel- und 5
Zugjubiläen, zu verkünden. Bei den Einzeljubiläen gab es mit Harry
Glanert und Hubert Domröse auch wieder 2 Schützen, die ihr 60-jähriges
Jubiläum feiern konnten. Die Ehrung der beiden 60-jährigen Jubilare wird
am Kirmessonntag vor der Parade bei Trauscheit stattfinden. Weiterhin
gab es 9 Jubilare mit 40- und 14 Jubilare mit 25-jährigem Jubiläum zu
ehren. Für ihr 40-jähriges Zugjubiläum wurden 2 Züge geehrt und 3 für
das 25-jährige Jubiläum. Die Jubilare finden Sie auf der separat
eingerichteten Seite.
Im Anschluss an die Jubilarehrung erfolgt durch F.-J. Tappen, ebenfalls
wie jedes Jahr erneut erforderlich, der Hinweis auf die Zahlung der
Beiträge, sowie die Ausgabe der Passivenkarten. Für das Abholen der
Maien am Donnerstag vor Kirmes werden noch Helfer gesucht. Die Maien
konnten wieder bei Thomas Coenen bestellt werden und können dann gegen
Vorlage des Ausgabescheins am Donnertag vor Schützenfest gegen Mittag am
Bolzplatz im Glehner Sportpark abgeholt werden.
Bevor sich dann SM Christoph I. Schönges mit einer kurzen Ansprache an
die anwesenden Schützen richtete, gab Brockers noch einige Hinweise zur
sich anschliessenden Veranstaltung in Schlich.
Aufgrund des etwas längeren Weges machte sich das Regiment unter Führung
von Oberst Andreas Erkes bereits gegen 22:15 Uhr auf den Weg und
geleitete den Schützenkönig SM Christoph I. Schönges und seine Minister
Wolfgang Malzkorn und Jürgen Esser zur Residenz in Schlich. In diesem
Jahr ist die Königsresidenz auch gleichzeitig die Residenz der beiden
Minister. Hier wurde dann noch bis tief in die Nacht gefeiert.
23. Juli 2011: 1.
Mitgliederversammlung mit Oberstehrenabend
Mit der heutigen 1. Mitgliederversammlung, verbunden mit dem
Oberstehrenabend im Frangensaal startet das Glehner Schützenfest in
seine heisse Phase. Die organisatorischen Vorarbeiten sind
weitestgehend abgeschlossen.
Nach der Begrüssung von Oberst Andreas Erkes, dessen Ehrenabend dies
ist, und seines Adjutanten Hans-Georg Francken, begrüsste Präsident Udo
Brockers Schützenkönigs SM Christoph I. nebst seiner Minister Jürgen
Esser und Wolfgang Malzkorn, sowie die Gäste und Ehrengäste. Als
besondere Ehrengäste des Oberst konnten in diesem Jahr aus Grevenbroich
der amtierende Schützenkönig S.M. Axel Holzhausen I. und der Vizepräsident des
Bürgerschützenvereins Grevenbroich Herrn Lothar Zimmermann, sowie der
Königsadjutant Herr Swen Friedrich begrüsst werden. Im Anschluss folgte traditionsgemäss die
Ehrung der seit der letzten Abrechnungsversammlung im Oktober 2010
verstorbenen Mitglieder des Schützenvereins. Die musikalische Gestaltung
des Abends übernahm wieder eine Abordnung der Musikkapelle der NVV AG
Mönchengladbach.
Als ersten Punkt der Tagesordnung gab Brockers dann einige Erläuterungen
zum Meldeverfahren, zur Jubilaranmeldung, sowie der roten Mitgliedskarte
für ehemals Aktive. Der Beitrag bleibt auch in diesem Jahr konstant und
beträgt für aktive und ehemals aktive Mitglieder 35 EUR, sowie für
passive Mitglieder 15 EUR. Brockers wies, wie jedes Jahr darauf hin,
dass die Züge doch bitte verstärkt für den Verkauf von passiven Karten
sorgen sollten, da hierdurch ein nicht unerheblicher Teil zur
Finanzierung des Schützenfestes beigetragen werden kann.
Im Anschluss an eine Musikeinlage standen dann einige organisatorische
Punkte zum Ablauf des Schützenfestes auf der Tagesordnung. Bevor es in
die Details ging wurde das neue Plakat für das Schützenfest 2011 durch
Oberst Erkes und seinen Adjutanten Francken aufgehängt und enthüllt.
Neben kleineren Änderungen an den Marschwegen gibt es in diesem Jahr,
mit Ausnahme des Aufmarsches zum Zapfenstreich, keine Veränderungen am
Festprogramm. Am Samstagabend ergeben sich die folgenden Änderungen. Die
Besichtigung der Grossfackeln findet in diesem Jahr erstmals auf der
Bachstrasse, am Rathaus, statt und nicht wie gewohnt auf der
Hauptstrasse zwischen Kriegerdenkmal und Einmündung Kirchstrasse. Zum
Aufmarsch zum Zapfenstreich tritt um 20 Uhr das gesamte Regiment auf der
Kirchstrasse, Spitze Bachstrase an und zieht dann über die
Schützendelle, Joenstrasse, Hauptstrasse zum Kriegerdenkmal. Zum
Zapfenstreich wird der Schützenkönig an der Residenz in Schlich
abgeholt. An den 3 weiteren Tagen erfolgt die Abholung jeweils an der
Ausweichresidenz, dem Gemeindezentrum am Pankratiusplatz.
Das Festprogramm liegt in diesem Jahr, neben der schon bekannten
Version, auch in einer etwas „aufgemöbelten“ Version für die Besucher
des Schützenfestes vor. Diese Version steht hier auf Glehn-Online zum
Download vor. Neben dem eigentlichen Programm wurde es durch einige
Informationen, Grafiken und Hinweise ergänzt.
Das Regiment wird hat in diesem Jahr, Stand heute eine Stärke von 874
Schützen. Ergänzt wird es in den Umzügen durch rund 250 Musiker und ist
damit wieder das grösste Regiment in der Stadt Korschenbroich. Bei den
Umzügen wird es mit dem Tambourcorps Kaarst e.V. ein neues Tambourcorps
gaben. Die Zeltmusik wird in diesem Jahr an allen 4 Tagen wieder vom
altbekannten und bewährten „Sound Convoy“ bestritten. Der Bierpreis
wurde in diesem Jahr, aufgrund der allgemeinen Preisentwicklung, vom
Zeltwirt auf 1,50 EUR festgesetzt.
Nach der traditionellen Ansprache von Oberst Erkes
wurden im Punkt Verschiedenes von Präsident Brockers noch die
Bestellung der Maien angesprochen, die wie immer auf dem Königehrenabend
erfolgen wird. Auch warb er wieder um Mitfahrer zum Maienholen für den
Donnerstagmorgen vor Schützenfest. Bis zum Abschluss der Versammlung
wurden insgesamt 7 Grossfackeln gemeldet, so dass auch in diesem Jahr
wieder ein stattlicher Fackelzug zustande kommen wird.
Nachdem die Versammlung offiziell geschlossen war und auch die letzten
Bierchen vertilgt waren, trat das Regiment vor dem Frangensaal an, um
Oberst Andreas Erkes mit einem nächtlichen Geleitzug nach Hause zu
begleiten. Auf dem Hof von Erkes wurde dann noch bis in die Nacht hinein
kräftig gefeiert, wie es sich für die Glehner Schützen gehört.