Schützenfest 2008
26. Juli 2008
Oberstehrenabend
Mit der 1. Mitgliederversammlung verbunden mit dem Oberstehrenabend gehen die Vorbereitungen für das Glehner
Schützen- und Heimatfest nun in die heisse Phase. Leider hielt das doch
recht schlechte Wetter, zumindest zum Anfang der Versammlung, etliche
Schützen vom Besuch ab. Im Laufe der Versammlung hörte der Regen jedoch
auf und mehr und mehr Schützen fanden dann doch noch den Weg in den
Frangensaal.
Nach der Begrüssung des
Schützenkönigs nebst seiner Minister, des Oberst Andreas Erkes, der
Gäste und Ehrengäste, sowie der Ehrung der seit der letzten Abrechnungsversammlung im
Oktober 2007 verstorbenen
Mitglieder des Schützenvereins stieg Präsident Udo Brockers in die
Tagesordnung ein.
Als erstes stand der Bericht über die Vorstandsarbeit auf der
Tagesordnung. Die Einführung der neuen Tanzkontroller im letzten Jahr hat
sich laut Aussage von Präsident Udo Brockers sehr bewährt, was sich auch
in erhöhten Einnahmen, speziell am Samstagabend niederschlug. Positiv war
auch zu vermerken, dass sowohl der Zelteintritt als auch die Beiträge in
diesem Jahr stabil gehalten werden konnten. Brockers merkte allerdings an,
dass sich diese wahrscheinlich im nächsten Jahr nicht mehr auf dem derzeit
recht niedrigen Niveau halten lassen werden. Besonders hervorgehoben wurde
der Verkauf der Passivenkarten, der für den Verein sehr wichtig ist.
Sehr zur Freude der Schützen und auch Musiker wurde bekannt gegeben, dass
die Marschwege in diesem Jahr z.T. erheblich kürzer ausfallen als im
vorigen Jahr. Die Marschwege wurden in diesem Jahr auch erstmals unter
Mithilfe des Oberst, Andreas Erkes, sowie der Korps- und Zugführer
erstellt, was vom Vorstand dankend angenommen wurde, da es eine erheblich
Entlastung brachte. Hierzu wurde von Brockers angemerkt, dass sich die
Zusammenarbeit zwischen Regimentsführung und Vorstand in den letzten
Jahren sehr positiv entwickelt hat.
Etwas besonderes hat man sich zur Ehrung der Jubilare unter den
ehemals Aktiven Mitgliedern des Schützenvereins einfallen lassen. Diese
verdienten Mitglieder, die aus Alters- oder Krankheitsgründen nicht mehr
aktiv am Schützenfest teilnehmen können, werden nun am Kirmessonntag vor
der Parade in der Gaststätte Trauscheit geehrt und sind eingeladen,
zusammen mit König, ministern, Vorstand und Ehrengästen, die Front
abzunehmen und die Parade von der Tribüne aus zu erleben.
Ebenfalls zum Thema Jubilare wurde mitgeteilt, dass wie üblich der
Fototermin am Sonntag nach dem Königsehrenabend um 11:30 Uhr bei
Trauscheit stattfinden wird. Die Jubiläumszüge sind auch angehalten ein
Zugfoto, bitte nach Möglichkeit unter Zuhilfenahme moderner Medien
(Dateien) einzureichen, da die Bilder auch zur Gestaltung der von den
Glehner Geschäftsleuten gesponsorten Sonderseite in der NGZ Verwendung
finden sollen.
In diesem Jahr wird es auch ein sehr seltenes Jubiläum im Regiment geben.
Artur Heidemann wird für 70 Jahre Mitgliedschaft im Schützenverein eine
besondere Ehrung zu Beginn des Königsehrenabends erfahren.
Im Rahmen des Festprogramms wurde auf 2 Änderungen/Neuerungen hingewiesen.
Am Samstag vor dem Fackelzug werden die Grossfackeln zur Besichtigung auf
der Hauptstr. zwischen Parkplatz Kirche und Einmündung Kirchstr. stehen.
Für dieses Jahr sind im Übrigen 7 Grossfackeln gemeldet. Um 20:05 Uhr wird
das gesamte Regiment auf der Kirchstr., Spitze Lapessen, antreten und
gemeinsam zum Zapfenstreich am Kriegerdenkmal ziehen.
Am Montagmorgen wird, aufgrund der Baumassnahmen in und an der
Pfarrkirche, die Messe im Freien vor dem Gemeindezentrum stattfinden. Das
Regiment wird um 9:45 Uhr auf der Kirchstr. antreten und gemeinsam zur
Messe ziehen. Sollte wider Erwarten schlechtes Wetter sein, wird die Messe
und auch die Kranzniederlegung kurzfristig ins Festzelt verlegt.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Kanalbaumassnahmen auf der Bachstr.
Hier wurde von Seiten der Stadt zugesichert, dass diese zwischen dem 26.
August bis eine Woche nach Schützenfest gestoppt werden und keinerlei
Behinderung für den Verlauf des Schützenfestes darstellen. Bleibt zu
hoffen, dass sich die Stadt an diese Zusage halten wird.
Die obligatorische Ansprache des Oberst, Andreas Erkes, fiel in diesem
Jahr relativ kurz aus. Auch er hob die sehr gute Zusammenarbeit der
Regimentsführung mit dem Vorstand hervor. Ausserdem dankte er, speziell
dem Buretheater, welches es durch seinen Einsatz ermöglicht hat den
Frangensaal für Veranstaltungen in Glehn zu erhalten. Die Programmänderung
am Samstagabend bezeichnete er mit dem modernen Begriff des "Jobcharing",
während die Ehrenkompanie den König in seiner Residenz, im Frangensaal,
abholt, tritt der Rest des Regiments an und zieht geschlossen zum
Zapfenstreich am Kriegerdenkmal. Mit dem Satz "Nach dem grössten
Schützenfest in Neuss, folgt das schönste Schützenfest in Glehn", schloß
er seine Rede.
Unter Punkt Verschiedenes gab es dann doch noch einen kleinen Rüffel von
Seiten des Vorstandes an einige Schützenzüge. Moniert wurde, dass einige
Meldungen erst nach Fertigstellung des Programms und der Marschpläne
erfolgten, obwohl diese hätten schon zur Vorstands- und
Zugführerversammlung vorliegen sollen. Dies hätte u.U. dazu führen können,
dass die Aufmarschpläne nicht korrekt wären. Daher zieht man von Seiten
des Vorstands in Erwägung ab dem nächsten Jahr Züge deren Meldung zum
Stichtag nicht vorliegt bei der Vergabe der Zugnummern noch nicht zu
berücksichtigen und diese dann an den Schluß des jeweiligen Korps zu
setzen.
Ebenso wurde mitgeteilt, dass das Regiment wieder um einen Grenadierzug
angewachsen sei. Auch einem in Glehn grasierenden Gerücht, das der Sound
Convoy in diesem Jahr nicht mehr im Zelt für die Musik sorgen würde, wurde
entgegengehalten und bestätigt, dass an allen 4 Tagen die musikalische
Unterhaltung im Festzelt durch den Sound Convoy erfolgen wird.
Ein Hinweis erfolgte auch noch zum Erwerb der Maibäume. Da Thomas Coenen
in diesem Jahr die Königswürde trägt, ist es schlecht möglich das er am
Königsehrenabend die Marken für die Maibäume ausgibt. Da der Königszug,
aus organisatorischen Gründen aber den Ausschank am Königsehrenabend hat,
wird zum entsprechenden Tagesordnungspunkt der Erwerb der Marken für die
Maibäume an der Kasse für die Biermarken erfolgen.
Einen besonderen Hinweis gab Brockers, bevor er die Versammlung schloss,
noch zu den Festlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der
Freiwilligen Feuerwehr Glehn am 11. und 12. Oktober. Er hob hierbei
besonders hervor, dass die Feuerwehr für den Schützenverein ein nicht
wegzudenkender Faktor sei und auch für die Sicherheit der Bürger eine
bedeutende Rolle spiele. Daher legte er allen den Besuch der
Feierlichkeiten besonders ans Herz.
Seinen Ausklang fand der Oberstehrenabend mit dem nächtlichen Geleit des
Oberst nach Hause und den geselligen Beisammensein der Schützen auf dem
Hof bei Andreas Erkes, wo wieder hervorragend für das leibliche Wohl
gesorgt wurde.
16. August 2008
Königsehrenabend
Die diesjährige 2. Mitgliederversammlung, verbunden mit dem
Königsehrenabend, am gestrigen Samstagabend im Frangensaal verlief etwas
ungeordneter - allerdings im positiven Sinne - als andere Versammlungen.
Nachdem
die Versammlung durch Präsident Udo Brockers eröffnet und der König,
Thomas Coenen, nebst seinen Ministern, Jürgen Grunst und Holger Coenen,
sowie die Gäste und Ehrengäste begrüsst waren, gab es auch schon die erste
Abweichung von der Tagesordnung.
Zu ehren gab es ein nicht alltägliches Jubiläum in den Reihen der
Schützen. Das Ehrenmitglied und langjähriges Vorstandsmitglied Arthur
Heidemanns wurde für seine nunmehr 70-jährige Mitgliedschaft im
Schützenverein Glehn geehrt. Gewürdigt wurde seine aktive Teilnahme am
Schützenwesen, sowie die geleistete Vorstandsarbeit. Für ein
Einzeljubiläum sind 70 Jahre eine ausserordentliche Zahl.
Nach dieser besonderen Ehrung stieg Brockers dann in die normale
Tagesordnung ein. Er wiess nochmals auf die Änderungen im Ablauf des
Programmes hin. Ebenso erwähnt wurde dass die Beiträge und
Zelteintrittspreise in diesem Jahr noch konstant gehalten werden konnten. Für das kommende Jahr wurde aber eine
Erhöhung des Mitgliedsbeitrages avisiert, die dannn unumgänglich sein wird. Besonders erwähnt wurde auch
das nachwievor hohe Spendenaufkommen aus den Reihen der Glehner Geschäfte,
Unternehmen und auch Privatleute, was für die heutige Zeit nicht unbedingt
üblich ist.

Die Zahl der beim Fackelzug mitgeführten Grossfackeln wird in diesem Jahr
die erstaunlich hohe Anzahl von 7 betragen. Es wird also auf jeden Fall
ein sehr sehenswerter Fackelzug am Kirmessamstag Abend zu bestaunen sein.
Gespannt sein darf man hier auf die Themen welche auf den Fackeln
präsentiert werden.
Bevor Brockers zum Tagesordnungspunkt der Jubilarehrung überging, gab es
wiederum einen ausserhalb der eigentlichen Tagesordnung liegenden Punkt.
Dem Schützen Fritz Kluth wurde ein sehr ungewöhnlicher Orden verliehen. Er
erhielt einen Orden für 40 Jahre nicht aktive Mitgliedschaft im
Schützenverein. Hinter diesem Orden liegt eine kleine Geschichte, die am
Ende diese Beitrages unter Festsplitter zu lesen ist. Der Schütze und
Mitglied des erweiterten Vorstandes, Hans-Wilhelm Lenders erhielt von
Brockers eine Krawatte überreicht, damit er zu besonderen Anlässen des
Schützenvereins - zu denen er gerne mal ohne Krawatte erscheint -
demnächst immer eine Krawatte parat hat.
Bei der Jubilarehrung gab es diesmal 25 Einzeljubiläen sowie 4 Zugjubiläen
zu ehren. Einen Sonderfall stellte hierbei der Tambourmajor des
Tambourkorps Glehn, Paul van den Burg, dar. Er wurde für 50 Jahre
Mitgliedschaft geehrt. Normalerweise beginnt die Zählung im Schützenverein
erst mit dem 16. Lebensjahr, in diesem speziellen Fall wurde allerdings
die Mitgliedschaft im Tambourkorps übernommen, dem Paul van den Burg seit
seinem 11. Lebensjahr angehört.
Ein weiterer, kurzfristig in die Tagesordnung aufgenommener Punkt betraf
eine neue Schwenkfahne in den Reihen des Jägerkorps. Sie zeigt das Emblem
des Jägerkorps, welches auch auf den Anstecknadeln abgebildet ist. Diese
wird von Marcel Seifert geführt, der hierfür bereits kräftig bei einem
Neusser Schwenkfahnenzug Übungsstunden genommen hat. Eine kleine
Präsentation seines Könnens gab er direkt auf der Bühne.
Unter Punkt Verschiedenes wurde darauf hingewiesen, dass von 3 Zügen noch
keine Beiträge gezahlt worden sind, diese wurden auch namentlich erwähnt.
Es wurde auch nochmals für die Teilnahme beim Maienschlagen, am Donnerstag
vor Kirmes geworben. Leider musste auch ein unerfreulicher Hinweis
verkündet werden. Es hatte Beschwerden gegeben, das einige Schützen sowohl
am Oberstehrenabend, als auch am gestrigen Königsehrenabend die Vorgärten
der Nachbarn des Frangensaales als Toilette missbraucht haben. Hier wurde
an die Vernunft der Schützen apelliert. Dies könne nicht geduldet werden,
da dies schlimmstenfalls dazu führen könne dass die Versammlungen nicht
mehr im Frangensaal stattfinden könnten.
Bevor die Versammlung abgeschlossen wurde wandte sich König Thomas I. noch
in einer kurzen Ansprache an die Schützen und bedankte sich für die
bisherige Unterstützung. Er sagte es würde immer erwähnt - "Was wäre das
Schützenfest ohne einen Schützenkönig" - aber genauso könne man aus seiner
Sicht sagen, - "Was wäre der Schützenkönig ohne Schützen" -.
Brockers schloß die Versammlung gegen 22:30 Uhr mit den Worten,"dies war meine bisher längste
Mitgliederversammlung". Gegen 22:45 zog das Regiment dann in einem weiten
Bogen vom Frangensaal wieder zum Frangensaal, der ja in diesem Jahr die
Königsresidenz beheimatet. Hier wurde dann bis in die frühen Morgenstunden
gefeiert.
Festsplitter am Rande: "Fritz Kluth hat, wie ja
bekannt ist, ein Unternehmen in Glehn. Um seinen Mitarbeitern die
Teilnahme am Schützenfest zu ermöglichen verzichtete er, obwohl Mitglied
im Schützenverein, lange Zeit auf eine aktive Teilnahme am Geschehen. Eine
kleine Gruppe Glehner, zu denen auch Udo Brockers und Fritz Kluth gehören,
treffen sich oft Sonntagsmorgs zum Frühschoppen in der Gaststätte
Trauscheit. Eines Schützenfestsonntagsmorgens traf man sich ebenfalls
hier. Udo Brockers hatte anhand der Unterlagen festgestellt das Fritz
Kluth nun seit 39 Jahren nicht aktiv am Schützenfest teilnahm und aus
einer Bierlaune heraus sollte Fritz zu diesem Anlass, wobei man die Jahre
grosszügig auslegte (39 Jahre aber 40 mal), einen Orden erhalten. Als es
dann in Richtung fertigmachen für die sonntäglichen Schützenfestereignisse
ging und Udo den Orden überreichen wollte, im Übrigen, damit keine
Missverständnisse auftreten - kein offizieller Orden des Schützenvereins
-, sagte Fritz dass er sich ebenfalls fertig machen müsse, da er seit
diesem Jahr in den Reihen des Jägerzuges "Schütze Bumm" ebenfalls den Zug
mitmache. Damit war die Überraschung perfekt. Da der Orden natürlich nicht
graviert war, stichelte Fritz immer wieder das da ja wohl eine Gravur
draufgehöre. Dies erfolgte dann nachträglich in diesem Jahr und der Orden
wurde dann auch nochmals, ausserhalb der Tagesordnung überreicht."
06. September 2008:
Samstag
Das ganze Dorf ist festlich geschmückt und wartet auf die
Eröffnung des Schützen- und Heimatfestes. Pünktlich um 12 Uhr wurde das
Fest dann von Präsident Udo Brocker mit einer kurzen Ansprache und dem
anschliessenden traditionellen Böllerschiessen unter dem Gildenbaum im
Schützenpark eröffnet.
Unter dem Gildenbaum fanden sich neben dem Schützenkönig Thomas I. mit
Frau Annette und den beiden Ministerpaaren wieder viele Gäste ein.
Rechtzeitig zur Eröffnung des Festes klärte sich auch das Wetter etwas
auf, es hatte kurz vorher noch eine heftige Schauer gegeben. Bleibt zu
hoffen, das sich das Wetter über die Kirmestage bessert und es zumindest
trocken bleibt.
Den ganzen weiteren Tag war im Ort ein geschäftiges Treiben zu sehen.
Überall wurde noch letzte Hand an den Kirmesschmuck angelegt. Von den
Schützenzügen wurden noch Maien geschmückt und aufgestellt, oder Zugkönige
ermittelt und in vielen Haushalten und Gärten wurde bereits kräftig
gefeiert.
Am Abend folgte dann nach dem Zapfenstreich am Kriegerdenkmal der
Fackelzug, der dieses Jahr durch 7 Grossfackeln geschmückt wurde. Die
Grossfackeln hatten eine grosse Themenvielfalt, vom Rudern im Zelt über
den Einkaufnotstand in Glehn, den Radweg, das Feuerwehrjubiläum, den König
und seine Minister, das Jägermobil bis hin zum Nachwuchs des Miisterpaares.
Den Juroren war damit keine leichte Aufgabe gestellt, da alle Fackeln sehr
gut waren.
Den 1. Preis machte die Ruderfackel des Jägerzugs
"Saubuam",
gefolgt auf dem 2. Platz von der Fackel des Jägerzuges "Flotte Boschte" -
die in den vergangenen 5 Jahren jeweils den 1. Preis errungen hatten - mit
dem Thema Minister und König aus verschiedenen Korps. Der 3. Preis wurde
zweimal vergeben, einmal an den Jägerzug "Brave Jonge", die die lange
Genehmigungszeit des neuen Radwegs aufs Korn nahmen und zum zweiten
von der Fackel des Sappeurkorps, das den Nachwuchs des Ministerpaares zum
Thema hatte. Über das Thema ihres Nachwuchses freute sich das Ministerpaar
Grunst so sehr, das es hierfür aus eigener Tasche nach einen Sonderbonus
gab.
Am Ende des Fackelzuges gab es am kleinen Kreisel am Rathaus noch etwas
Konfusion, hervorgerufen durch den neuen Marschweg, da die Spitze des
Zuges bereits in Richtung Zelt abbog während von der Hauptstrasse der Rest
des Zuges noch in die Bachstrasse Richtung Schützendelle abbog. Hierdurch
wurde den Zuschauern, die im Übrigen in sehr grosser Zahl den gesamten
Zugweg entlang standen, die sicht etwas behinderte, was auch von einigen
deutlich zum Ausdruck gebracht wurde.
Beim anschliessenden Tanz im mehr als vollen Festzelt, heizte dann der
Sound-Convoy, dem überwiegend jugendlichen Publikum so richtig ein.
Leider wurde die gute Stimmung von einer Schlägerei im und vor dem Zelt
eingetrübt. Es gibt halt immer mal Leute, in diesem Fall junge Schützen,
die den Sinn des Schützenfestes nicht verstanden haben.
Festsplitter am Rande: Der kleinste Maibaum Glehns
wurde auf der Annastrasse beim Oberleutnant des Sappeurkorps gesichtet.
Man hörte auch, dass das Zelt so gut besucht war, dass zu vorgerückter
Stunde keine Tanzkontroller mehr vorhanden waren. Sozusagen war der
Schützenverein Trockengetanzt worden ;-))
07. September 2008:
Sonntag
Der Sonntag fing, zumindest wettermässig nicht sehr viel versprechend an.
Immer wieder gab es einige Regentropfen und ein Blick zum Himmel verhiess
auch nichts Gutes für das weitere Wetter. Hiervon liessen sich die überall
in den Gaststätten, Garagen, Häusern und Gärten feiernden Schützen jedoch
nicht die Laune verderben, war doch noch Zeit bis zum Antreten, in der das
Wetter Zeit hatte sich zu bessern.
Nach dem Antreten um 14:30 Uhr auf der Kirchstrasse führte der Umzug über
Bendstrasse, Kemperweg zur Hauptstrasse, wo dann an der Gaststätte
Trauscheit, König, Minister, Vorstand, Ehrengäste und die Jubilare den
Vorbeizug des Regiments genossen. In diesem Jahr hatte das Regiment eine
Stärke von 856 Schützen, die von nahezu 300 Musikern begleitet wurden.
Vor der Parade auf der im Übrigen sehr gut besuchten Bachstrasse zogen
traditionell die Blumenhörner und Fahnen, zu Ehren des Schützenkönigs und
Gefolges, vor der Tribüne auf, was wieder ein prächtiges Bild bot. Die
Schwenkfahnen des Regiments, verstärkt durch Gäste aus Neuss, zeigten hier
einen kleinen Ausschnitt ihres Könnens. Auch vor der Parade fielen hin und
wieder ein paar Tropfen vom Himmel und man sah hier und da einen
Regenschirm aufgehen, aber auch genauso schnell wieder zugehen.
Die Parade sowie der anschliessende Umzug, der in diesem Jahr zur Freude
der Schützen wesentlich kürzer ausfiel als noch im letzten Jahr, gingen
trocken über die gut mit Zuschauern gefüllten Strassen. Jedoch hatte
gerade noch der letzte Schützenzug trockenen Fusses das Zelt erreicht, als
ein heftiger Wolkenbruch niederging. Glück gehabt kann man da nur sagen.
Während des gemütlichen Beisammenseins im Zelt nach dem Umzug nahm
Präsident Udo Brockers noch eine Jubilarehrung vor und vergab einen Orden
für besondere Verdienste. Für 40 Jahre aktive Teilnahme am Schützenfest
wurde Peter Meurer von der Feuerwehr, allen bestens bekannt als Kanonier
an der Böllerkanone, geehrt. Einen Orden für besondere Verdienste erhielt
der Schütze Helmut Witzke für seine beherzte Fernsehwerbung, jawohl sie
haben richtig gelesen, für das Glehner Schützenfest.
Helmut Witzke ist ja bekanntlich bei der Polizei und hatte beim
Sonntagsumzug des Neusser Schützenfestes Dienst. Der Sonntagsumzug wurde
auf WDR life übertragen. Witzke wurde dabei von der Reporterin des WDR
angesprochen und gab zu verstehen das er hier (in Neuss) zwar Dienst tue,
aber bereits seit vielen Jahren in Glehn das Schützenfest aktiv mitmache,
welches ja eine Woche nach dem Neusser Schützenfest stattfinde. So kam das
Glehner Schützenfest unverhofft zu einer Fernsehwerbung.
Für Gesprächsstoff sorgte noch die abendliche Verspätung der
Ehrenkompanie. Diese kam erst mit fast halbstündigem Verzug wieder mit
König und Gefolge im Zelt an. Der unfreiwillige verlängerte Aufenthalt am
Frangensaal resultierte aus den Kreislaufproblemen eines Schützen, die den
Einsatz eines Rettungswagens notwendig machten.
Die abendliche Tanzveranstaltung nahm dann einen harmonischen Verlauf und
zog sich bis tief in die Nacht hin.
Festsplitter am Rande: Der wohl jüngste Grenadier
wurde während der Parade in einem Kinderwagen an der Bachstrasse hinter
dem Rathaus im Auslauf der Parade gesichtet. Hier stand Ministerin Ute
Grunst mit dem Nachwuchs des Ministerpaares. Jan Philipp hatte einen
kleinen Schwalbenschwanz an und auch ein kleiner Zylinder lag mit im
Kinderwagen.
In den späten Abendstunden wurde der Vorgarten eines Grenadiers mit
breiten grünen Bändern geschmückt. Dies war wohl die Retourkusche für das
Umsetzen eines Maibaums eines Jägerzuges, heisst es aus informierten
Quellen.
08. September 2008:
Montag
Der offizielle Kirmesmontag begann um 9:45 Uhr mit dem Antreten der
Schützen auf der Kirchstrasse und dem gemeinsamen Zug zum
Festgottesdienst. Der Festgottesdienst für die Lebenden und Verstorbenen des Schützenvereins fand bei schönem Wetter,
aufgrund der Renovierungsarbeiten in und an der Kirche, unter freiem
Himmel auf der Terrasse des „Himmlischen Cafes“ vor dem kath.
Gemeindezentrum statt. Im Anschluss an den Gottesdienst zog das Regiment
zur Kranzniederlegung auf den nahe liegenden Friedhof.
Auf der Kirchstrasse folgte dann die Parade vor der Geistlichkeit, die
nicht in Zugformation sondern Blockbildung der Korps durchgeführt wurde.
Ein besonders prächtiges Bild boten hier die ebenfalls in einen Block
zusammengezogenen Blumenhörner und Fahnen des Regiments.
Die lange Pause bis zum Antreten zur Königsparade, um 17 Uhr, nutzten die
Schützen wieder für gemeinsames Mittagessen und diverse ausgiebige Feiern
in den Glehner Gaststätten und Privathäusern. Nachdem das Regiment auf die
Bachstrasse gezogen war und hier Aufstellung, zur „Grossen Königsparade“
genommen hatte wurde die Front vom Schützenkönig und seinen Ministern -
diesmal in Begleitung ihrer Frauen - in Begleitung von
Vorstandsmitgliedern und Ehrengästen abgenommen.
Die anschliessende Parade bot den Zuschauern, die wieder sehr zahlreich
die Paradestrasse säumten, ein prächtiges Bild. Der Umzug nach der Parade
führte in diesem Jahr die gesamte „Alte Landstrasse“ entlang, also bis
tief nach Glehn-Ost hinein. Davon waren einige Anwohner wohl überrascht
worden, da man hier viele überraschte Gesichter sah. Ein Anwohner
unterbrach das Reinigen seiner Tonnen als er das Regiment anrücken sah,
damit hatte er wohl nicht gerechnet. Über die Heidestrasse, Schützendelle,
Hauptstrasse und Bachstrasse ging es dann ins Festzelt auf dem Kirmesplatz
wo sich der Festzug auflöste.
Den ganzen Tag über blieb es entgegen sämtlicher Wettervorhersagen trocken
und zum Teil zeigte sich auch die Sonne, wobei angenehme Temperaturen zum
Marschieren herrschten. Man munkelte schon davon, dass sich die Glehner
wieder das Wetter selber machten.
Zur abendlichen Königsehrung wurde König und Gefolge von den Offizieren,
Blumenhörnern und Fahnen an der Residenz, dem Frangensaal, abgeholt. Nach
dem Einzug ins Festzelt säumten die Fahnen den hinteren Bereich der Bühne,
während die Blumenhörner den vorderen Rand schmückten, was einen sehr
schönen Rahmen für die Königehrung abgab. Zur Königsehrung waren wieder
viele Gastkönige mit Gefolge aus den umliegenden Ortschaften, sowie Gäste
aus Politik und Wirtschaft anwesend.
Die Abendveranstaltung stand dann natürlich ganz im Zeichen des
amtierenden Schützenkönigspaares Thomas I. Coenen und Frau Annette sowie
der Ministerpaare Holger und Isabella Coenen und Jürgen und Ute Grunst.
Präsident Udo Brockers dankte ihnen für ein hervorragendes Schützenjahr in
dem sie den Schützenverein bei einer Vielzahl von Veranstaltungen
repräsentierten. Besonders hervor hob er dabei, dass das Königspaar ja in
Neuss wohnt und Königin Annette bis letztes Jahr nur wenigen Glehnern
bekannt war, was sich inzwischen ja wohl grundlegend geändert hat.
Um kurz nach Mitternacht – Ablauf der Meldefrist für
Schützenkönigsbewerber – verkündete Brockers, dass ihm die Anmeldungen von
2 Bewerbern um die Königswürde für das Schützenjahr 2009 vorlägen. Die
Namen der Bewerber wurden noch nicht verkündet um etwas Spannung zu haben,
jedoch der Buschfunk in Glehn trällerte die Namen bereits von allen
Dächern.
Bis in die tiefe Nacht wurde im Festzelt noch zu den Klängen des
Sound-Convoy getanzt und gefeiert, wie es sich für das Glehner
Schützenfest gehört.
Festsplitter am Rande: Auf dem Tisch eines jungen
Schützenzugs im Zelt sah man eine zur Sammeldose umgebaute kleine
Blechtonne mit einem Schild das man für Karatestunden sammele. Diese
eigentlich als Scherz gedachte Sammeldose enthielt, zur Verblüffung der
Aufsteller, am Ende einen doch recht ansehnlichen Betrag. Diesen Betrag
spendete der Zug, der ja gar nicht damit gerechnet hatte überhaupt einen
Cent in der Dose zu finden, am Dienstagabend dann, nach einer weiteren
Aufstockung aus eigener Tasche, für die Renovierung der Pfarrkirche.
09.
September 2008: Dienstag
Der Dienstag begann bereits mit herrlichem Sonnenschein und daran sollte
sich auch für den Rest dieses letzten Tages des Glehner Schützenfestes
nichts mehr ändern.
Die Zeit bis zum Abmarsch zur Vogelstange am Sportplatz wurde natürlich
wieder zu vielen Feiern der Schützen genutzt. Pünktlich um 15:30
marschierte das Regiment ab in Richtung Vogelstange, wo man nach rund 15
Minuten ankam. Hier verkündete Präsident Udo Brockers die Namen der beiden
Anwärter und die Modalitäten des Vogelschuss. Unter der Vogelstange fanden
sich dann Theo Neff vom Jägerzug „Epsendorfer Jonge“ und Karl-Heinz
Kremer, vielen vielleicht besser bekannt als „Kremers Karli“, vom Jägerzug
„Waldmeister“ ein.
Der nun folgende Vogelschuss wird wohl in die Geschichte des
Schützenvereins eingehen, aber eins nach dem anderen. Theo Neff schoss
gemeinsam mit einem seiner Ministeranwärter auf den Vogel, während K.-H.
Kremer einen Zugkameraden als seine Vertretung an das Gewehr schickte, er
schoss also nicht selber.
Nach etwas mehr als einer halben Stunde, während der zwar einige Zuckungen
durch den Vogel gingen und auch einige Späne herabrieselten, sich aber
ansonsten im Kugelfang nicht viel tat, kehrte auf einmal Ruhe ein und es
breitete sich hektische Bewegung unter der Vogelstange aus. Dann sah man 2
Personen zu einem Feuerwehrfahrzeug eilen und wegfahren. Da kein Schuss
mehr zu hören war, war allen Anwesenden Schützen und auch Zuschauern
schnell klar, was man auch aus vielen Mündern hörte: „Die haben keine
Munition mehr!“ Die offizielle Erklärung, allerdings mit grinsendem
Gesicht kam dann nach einiger Zeit: „Das Gewehr ist heiß geschossen und
muss abkühlen“ Offensichtlich hatte man nicht damit gerechnet so viele
Schuss zu benötigen und daher die mitgenommene Munition etwas knapp
kalkuliert.
Nach knapp 15 Minuten kehrte der Feuerwehrwagen zurück und 2 Personen
eilten zurück unter die Vogelstange. Kurze Zeit später ertönten wieder
Schüsse. So ging es abwechselnd bis kurz vor 17:30 Uhr (Anmerkung: um
17:45 Uhr sollte Antreten zur letzten Parade sein), aber so richtig
Bewegung kam nicht in den Vogel im Kugelfangkasten - obwohl aufgrund des
sehr engen Bewegungswinkels des Gewehres jeder Schuss ein Treffer war -
und das Raunen im Publikum wurde immer lauter. Dann nach kurzer Beratung
hörte man einen Schuss, Theo Neff stand am Gewehr, der zur Folge hatte
dass der halbe Vogel Richtung Boden flog. Der nächste Schuss, vom
Vertreter von Karl-Heinz Kremer, brachte dann die Entscheidung nach gut 1
½ Stunden. Mit dem 178-ten (!) Schuss wurde Kremer der neue Schützenkönig
für das Jahr 2009, ohne selber einen Schuss abgegeben zu haben. Dem
Königspaar Karl-Heinz Kremer mit Frau Gaby als Ministerpaare werden zur
Seite stehen Paul Baumeister mit Frau Margret und Dieter Fahlteich mit
Ingrid Trabandt.
Nach der Gratulationsrunde machte sich das Regiment schnell auf den Weg
zum Festzelt. Auf dem Weg dorthin marschierte man auf der Bachstrasse
durch die Zuschauer, die eigentlich auf die Parade warteten aus der
anderen Richtung warteten und durch die ersten Schützen die sich zur
Parade aufstellen wollten, aber der Zeitplan war ja gründlich
durcheinander geraten.
Im Festzelt gab es dann auch nur eine kurze Verschnaufpause, in der Oberst
Andreas Erkes eine kurze Ansprache hielt. Er bedankte sich bei den
Schützen für die hervorragende Leistung, beginnend mit dem Zapfenstreich
und dem Fackelzug am Samstag, über die klasse Paraden, bis hin zu den
adretten Umzügen. Er hatte nahezu nichts zu kritisieren, kleinere Sachen
sollten dann nach der letzten Parade bei der üblichen Manöverkritik unterm
Gildenbaum besprochen werden.
Den diesjährigen Oberstorden verlieh er an Heinz Schiffer, Mitglied des
Sappeurkorps, für seine Leistung im Hinblick auf die Zusammenarbeit
zwischen St. Sebastianus Bruderschaft, die Schiffer bis vor 2 Jahren
nahezu 30 Jahre als Brudermeister leitete, und dem Schützenverein.
Die letzte Parade auf der Bachstrasse fand dann zwar mit erheblicher
Verspätung, aber vor gut gefüllten Zuschauerrängen statt. Wahrscheinlich
hat die Verspätung noch einige Zuschauer mehr als sonst an die
Paradestrasse gelockt.
Durch die Verzögerung verschob sich auch die Abholung des alten und neuen
Königs an der Residenz im Frangensaal leicht. Beim abendlichen Schlussball
im Festzelt wurde der neue König dann offiziell gekrönt und natürlich
gebührend gefeiert.
Festsplitter am Rande: Ein Zug, der sich kurz vor
Schützenfest auflöste wurde mit einer regelrechten Todesanzeige bedacht
(s. Bilder)
Bei der Feier eines Schützenzuges gab es wohl zur allgemeinen Erheiterung
den Auftritt einer Stripperin, die für einige Zeit für Aufregung sorgte.
Recherchen bezüglich der näheren Umstände sind noch im Gange.
17. Oktober 2008:
Abrechnungsversammlung
Mit der Abrechnungsversammlung am Freitag den 17.10.08 fand das
Schützenjahr 2008 seinen endgültigen Abschluss. Leider war die Beteiligung
der Schützen an dieser doch recht wichtigen, da die Präsidentenwahl
anstand, Versammlung sehr schwach.
Nach der Begrüssung der Gäste und des amtierenden Schützenkönigspaares
nebst der beiden Ministerpaare, sowie des ehemaligen Königs nebst
Ministern, stieg Präsident Udo Brockers mit dem Rückblick auf das
vergangene Schützen- und Heimatfest in die Tagesordnung ein.
Es war mal wieder ein Schützenfest bei dem nahezu alles stimmt, die
Stimmung, das wohlorganisierte Regiment, die Zuschauer, das Wetter,
einfach alles. Auch einen Vogelschuss der, aufgrund der zeitlichen Länge
(über 1 1/2 Stunden) und der Anzahl der Schüsse (178) wohl noch lange im
Gespräch bleiben wird hat es gegeben. Auch das 100-jährige Jubiläum der
Feuerwehr wurde schon fast wie ein kleines Schützenfest gefeiert und fand
lobende Erwähnung. Dies alles zeigte einmal mehr, dass man es in Glehn
versteht zu feiern.
Leider gilt auch hier die Weisheit "Kein Licht ohne Schatten". So musste
Brockers erneut darauf hinweisen, dass es beim Fackelzug wieder einmal
etliche brennende Gullys gab, da die Schützen die Pechfackeln, anstatt in
den Rinnstein, noch brennend in die Gullys geworfen hatten. Die
nachrückende Feuerwehr hatte so viele Gullybrände zu löschen, dass die
mitgeführten 1.000 Liter Löschwasser nicht ausreichten und aufgefüllt
werden mussten.
Ebenso wies Brockers auf die doch erheblich angestiegene
Gewaltbereitschaft unter den Jugendlichen, insbesondere unter
Alkoholeinfluss, hin, was sich am Kirmes-Samstagabend bei einer Schlägerei
vor dem Festzelt zeigte. Warum ist es nicht möglich friedlich miteinander
zu feiern.
Im Anschluss an den Rückblick präsentierte der 1. Schatzmeister Wolfgang
Engels den Kassenbericht des abgelaufenen Schützenjahres. Leider gab es
unter dem Strich ein leichtes Manko zu verzeichnen. Aus diesem Grunde und
auch im Hinblick auf das 125-jährige Jubiläum im Jahr 2012 wird es im
nächsten Jahr eine Erhöhung des Beitrages um einen noch nicht genau
feststehenden Betrag, jedoch nicht unter 5 EUR wie Brockers bemerkte,
geben. Auf eine Erhöhung des Zelteintrittes hatte man bewusst verzichtet,
da dieser - um alle im Zuge dessen auch erhöhten Kosten wie GEMA,
Versicherung, etc. - auf mind. 8 EUR angehoben hätte werden müssen, damit
überhaupt eine ganz kleine Mehreinnahme entsteht. Dies würde jedoch die
Gäste, insbesondere die jüngeren am Samstagabend, davon abhalten die
Festlichkeiten zu besuchen.
Es standen ebenfalls Neuwahlen an. So mussten der Präsident (Udo Brockers)
und ein Beisitzer (Johannes Esser) neu gewählt werden. Die Wahl übernahm
dann, nachdem Brockers ordnungsgemäss von seinem Amt zurückgetreten war,
Hubert Tokloth. Tokloth würdigte in einer kurzen Ansprache, die Udo
Brockers sichtlich zu Herzen ging, die nun 10 Jahre andauernde
Präsidentschaft von Brockers. In dieser Zeit wurde einiges bewegt und in
Gang gesetzt, was früher fast undenkbar war. Brockers wurde einstimmig für
weitere 3 Jahre wieder in das Amt des Präsidenten gewählt. Gleichfalls
würdigte Tokloth die Tätigkeit des Beisitzers Johannes Esser. Auch Esser
wurde einstimmig als Beisitzer wiedergewählt.
Der Punkt Verschiedenes fiel auch in diesem Jahr wieder sehr knapp aus, da
es keine Wortmeldungen aus den Reihen der anwesenden Schützen gab. Gegen
22 Uhr schloss Brockers die Versammlung und damit auch das Schützenjahr
2008.
Für die musikalische Unterhaltung an
diesem Abend sorgte wieder der Musikverein Gohr zusammen mit dem Glehner
Tambourkorps.